LIEDERSCHLAG
   
 
  Joachim Ringelnatz

ICH BIN ETWAS SCHIEF INS LEBEN GEBAUT
zum 125. Geburtstag von Joachim Ringelnatz

"Dieser Unvergleichliche hat den Stein der Narren entdeckt, welcher, wie wunderbar, dem der Weisen zum Verwechseln ähnlich sieht", schrieb Alfred Polgar über Joachim Ringelnatz.

 

Geboren als Hans Bötticher am 7. August 1883 in Sachsen, zog es ihn schon in jungen Jahren zur Seefahrt. Ab 1901 folgte ein Leben zwischen "Schiffsplanken und Gedichtbänden". Erst nach dem 1. Weltkrieg, den er als Leutnant bei der Kriegsmarine erlebte, widmete sich Ringelnatz primär seinen schriftstellerischen Aufgaben, gelangte zu einigem Ruhm, fand aber nie ein richtiges Zuhause: Berlin, München, Paris, dann wiederum Berlin, wo er am 17. November 1934 starb.





 

Schriftsteller, Maler, Kabarettist, der im legendären Münchener "Simplicissimus" rasch zum Hausdichter aufstieg, erhielt er 1933 von den Nationalsozialisten, die der unpolitische Dichter lange nicht ernst genommen hatte, Auftrittsverbot. Seine Bücher wurden verbrannt. Der verarmte Ringelnatz erkrankte an Tuberkulose, erlebte gerade noch seinen 50. Geburtstag.

 

Viele Verse von Ringelnatz sind deutsches Allgemeingut. Die Gruppe LIEDERSCHLAG ehrt den großen Dichter, dem es gelang, "das Banalste und Niedrigste zum Wunder" werden zu lassen" (Kästner), mit vertonten und meisterlich vorgetragenen Gedichten sowie biographischen Anmerkungen, die Ringelnatz anlässlich seines Geburtstags vor 125 Jahren wieder in Erinnerung bringen. Es ist das 15. literarische Programm der Musik-Kabarett-Gruppe LIEDERSCHLAG, die besonders aufgrund ihrer einmaligen Mischung aus Vertonung, Rezitation, Gesang und anekdotischer Information gefeiert wird.

 

War einmal ein Bumerang,
War ein weniges zu lang.
Bumerang flog ein Stück,
Aber kam nicht mehr zurück.
Publikum - noch stundenlang -
Wartete auf Bumerang.

Werbung
 
 
Heute waren schon 2 Besucher (19 Hits) hier!
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=